Kursübersicht
In unseren exklusiven 90 minütigen Kursen, zeigen unsere Experten anschaulich, was Sie in der Werkstatt schon immer wissen wollten. Die Bandbreite wird vom pfiffigen Einsatz neuer Werkzeuge und Maschinen über klassische Verbindungstechniken bis hin zum Drechseln dünnwändiger Objekte reichen.
09.30 – 11.00 Uhr
Möbelbau mit Handmaschinen
Stefan Böning
>>MehrSchnell, effizient, scharf: Schärfen wie ein Tischler
Manne Krause
>> MehrAufs Gratewohl
Hauke Schmidt
>> MehrWilde Zinken
Dorian Bracht
>> MehrDie Kunst des Schalendrechselns
Martin Adomat
>> Mehr11.30 – 13.00 Uhr
Die Bandsäge: Perfekte Einstellung, ideale Schnitte
Dominik Ricker
>> MehrWie auf Schienen – Schubkästen einpassen
Timo Billinger
>> MehrÖl, Wachs, Hartöl – oder was?
Melanie Kirchlechner
>> MehrKommt kein Werkstück geflogen – sicher spannen
Stefan Benner
>> Mehr13.30 – 15.00 Uhr
Besser arbeiten mit der Tischkreissäge
Stefan Böning
>> MehrVorrichtungen für die Oberfräse: Kreise, Ringe, Löcher!
Manne Krause
>> MehrBringt das Holz um die Ecke: Perfekte Gehrungen
Hauke Schmidt
>> MehrRichtig Messen und Anreißen
Dorian Bracht
>> MehrVon schnell bis spiegelnd - Schnitt-Techniken an der Drechselbank
Martin Adomat
>> Mehr15.30 – 17.00 Uhr
Schwungvolle Möbel – Holz biegen
Dominik Ricker
>> MehrJetzt geht´s schnell: Zinken mit der Oberfräse
Timo Billinger
>> MehrSchellack als Schnelllack!
Melanie Kirchlechner
>> MehrWo der Pfeffer wächst: Gewürzmühlen drechseln
Stefan Benner
>> MehrMartin Adomat

Die Kunst des Schalendrechselns
Das Schalendrechseln ist eine der beliebtesten Spielarten beim Drechseln. Elegante, flache Schüsseln mit dünnstem Rand. Hohe, bauchige Gefäße mit fast schon organischer Form. Der Fantasie sind nur wenige Grenzen gesetzt.
An der eigenen Drechselbank wird man aber oft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Die Form will nicht so recht gelingen, irgendwie wirken die Konturen nie so ganz geschwungen, das Holz reißt aus, das Werkstück flattert. Rattern, kratzen, Rillen. Eleganz und organisches Formen? Nun ja. Eher nicht.
Da hilft es enorm, einem echten Drechselmeister über die Schulter zu schauen. Wenn Martin Adomat eine Schale drechselt, sind perfekte Formen und Oberflächen das Ergebnis vieler kleiner, aufeinander abgestimmter Handgriffe. Und das Schöne ist: Wer so routiniert wie Martin ist, kann beim Drechseln auch ganz in Ruhe erklären, was er da macht und worauf es ankommt: Holzauswahl, Spannmöglichkeiten, die richtige Schnittrichtung, Reihenfolge, Gestaltung – das volle Programm. Einfach, nachvollziehbar – und natürlich live am Holz. Zum Nachmachen an der eigenen Drechselbank: Damit Rillen und leicht ungewöhnliche Konturen bei Ihren Schalen dann nur noch gewollte Gestaltung sind!


Martin Adomat

Von schnell bis spiegelnd – Schnitt-Techniken an der Drechselbank
Wer sich für das Drechseln interessiert oder selbst schon einmal an der Bank gestanden hat, der weiß: Es gibt verschiedene Phasen. Mal muss man richtig Material abnehmen, mal streichelt das Eisen die Fasern nur minimal. Und leider gibt es keinen Standard-Weg, der sagt, welche Schnitttechnik auf die nächste folgt. Je nach Werkstück, Situation und Holz kann das enorm unterschiedlich werden. Schaben, schneiden, ziehender Schnitt, finaler Schnitt – all das wechselt sich immer wieder ab.
Aber was genau macht die verschiedenen Techniken aus? In welchen Winkel steht das Eisen (und welches nimmt man überhaupt)? Wie viel Druck aufs Werkstück muss ich ausüben? Wieviel Holz nehme ich ab? Gehe ich bei verschiedenen Formen unterschiedlich an die Techniken? Fragen über Fragen – an deren Antworten man sich sicher nicht durch einfaches Ausprobieren am vielleicht schon weit fortgeschrittenen Werkstück hinan tasten möchte.
Also übernimmt Martin Adomat dieses Antworten für uns: Er zeigt in diesem Kurs direkt am drehenden Holz Werkzeugauswahl, Handhabung und Technik der verschiedenen Schnitttechniken. Dabei erklärt der Drechselmeister Schritt für Schritt, wie auch an Ihrer Drechselbank Späne vom groben, schnellen Materialabtrag bis hin zu allerfeinsten „Engelshaaren“ fliegen.

Stefan Benner

Kommt kein Werkstück geflogen – sicher spannen
Beim Drechseln ist das richtige Spannen oft eine ähnlich große Herausforderung wie das richtige Führen des Werkzeugs. Und die Zahl an angebotenen Spannmittel ist enorm. Stefan Benner bringt in diesen Kurs Licht ins Dunkel. Der langjährige Drechsler nimmt alle Kursbesucher mit auf einen Rundumschlag von ganz einfachen, mit der Bank mitgelieferten Spannmitteln wie Mitnehmer und einfacher Planscheibe (und warum diese nicht so limitiert sind, wie man vielleicht denken könnte) über selbst gebaute Alternativen bis hin zu teuren Spezialfuttern.
Und dabei ist er weit entfernt von einer einfachen Produktschau. Die Drechselbank im Kursraum kommt natürlich zum Einsatz – und Stefan hat aus seinem Fundus die unmöglichsten Formen dabei. Dass diese alle irgendwann sicher rund laufen wirkt fast wie eine kleine Zaubereieinlage bei HolzWerken live. Aber nur fast: Denn Stefan verrät ja all seine Tricks. Sogar, wie man mit einem Küchenpapier spannt. Und wer den Kurs besucht, hat diese und all die anderen Spannmöglichkeiten dann in seinem breiten Drechsel-Arsenal, wenn auch auf der eigenen Bank mal wieder völlig unmögliche Rohlinge ihren festen Platz suchen.

Stefan Benner

Wo der Pfeffer wächst: Gewürzmühlen drechseln
Pfeffermühlen sind eigentlich perfekt für die Drechselbank: Man braucht keine riesigen Rohlinge, sie sind schnell hergestellt, man kann mit neuen Formen experimentieren und sie eigenen sich ideal als Geschenke. Der Haken? Bis man dahin kommt, „mal eben“ eine Pfeffermühle zu drechseln, ist es eine harte, steinige Lernkurve. Die richtige Reihenfolge beim Spannen kann Kopfzerbrechen bereiten, das passende Werkzeug muss ausgewählt und richtig angesetzt werden – und dann gibt es da noch den großen Spagat zwischen dem freien Formen außen und dem millimetergenauen Platzieren von Nuten und Co. für das Mahlwerk im Innern.
In diesem Kurs nimmt Stefan Benner alle Kursteilnehmer mit auf die Überholspur dieser steilen Lernkurve. Der langjährige Drechsler zeigt seine ganze Mühlen-Routine und geht den Weg von der Kantel bis zum fertigen Küchengerät Schritt für Schritt – und natürlich live an der Drechselbank. Und wer Stefan von seinen hunderttausendfach geklickten Youtube-Videos kennt, weiß, dass man in den 90 Minuten nicht nur richtig fundiertes Wissen bekommt, sondern auch noch exzellent unterhalten wird.

Timo Billinger

Wie auf Schienen – Schubkästen einpassen
Es gibt diesen schlauen Spruch: Ein Werkstück muss nicht zu 100 Prozent den Plänen entsprechen. Wenn Maße sich leicht verändern, dann ist das nicht schlimm – solange alles in sich logisch bleibt. Diese Wahrheit gilt aber nur, bis Schubladen ins Spiel kommen: Bei wem es schon einmal beim Einschieben der Kästen ins fertige Möbel geklemmt hat oder man sehr offensichtlich unterschiedliche Spaltmaße bewundern durfte – der findet diesen Spruch gar nicht mehr so schlau.
Wie aber sollte man vorgehen, um Schubladen und Rahmen perfekt zusammenzubringen? Doch auf den halben Millimeter genau arbeiten? Geht das mit Holz überhaupt? Timo Billinger nimmt in diesem Kurs die Dramatik aus dem Geschehen. Er hat schon unzählige Möbel mit exakt passenden Schubladen und Türen versehen. In 90 Minuten zeigt er Schritt für Schritt alles von der Planung, dem richtigen Messen und passt direkt vor Ort Schubkästen ins Möbel ein – und zwar inklusive Blenden. Wer diesen Kurs besucht, kann auch in Zukunft weiterhin entspannt bleiben, wenn das Werkstück eben nicht zu 100 Prozent den Plänen entspricht.

Timo Billinger

Jetzt geht´s schnell: Zinken mit der Oberfräse
Zinken ist für manchen Holzwerker ein fast schon meditativer Ablauf. Anreißen, sägen, stemmen, fein einpassen, der Geruch von Holz, das Fallen feinster Späne… Aber hey, Moment mal bitte! Ich habe ja nun auch nicht ewig Zeit! Geht das nicht ein bisschen fixer? Ich habe hier 12 Schubkästen zu zinken, damit wollte ich nicht die nächsten drei Monate verbringen!
Wer schnell viele Zinken ins Holz bringen will, sollte auf einen alten Bekannten schielen: Die Oberfräse ist dafür ein ideales Werkzeug. Timo Billinger erklärt in diesen Kurs ausführlich, auf welche Führungen und Fräser es ankommt, um Zinke an Zinke ins Holz zu setzen. Dabei gibt es keine Abstriche in puncto Präzision – ganz im Gegenteil: Lernen Sie unterschiedliche Zinkenvorrichtungen kennen, lasse Sie sich zeigen, wie man sie perfekt einstellt. So entstehen in diesen 90 Minuten spaltfreie Schwalbenschwanz- und Fingerzinken, die das Thema Einpassen komplett überflüssig machen. Mit dem Wissen aus diesem Kurs haben Sie in drei Monaten schon Zeit für das übernächste Projekt!

Stefan Böning

Möbelbau mit Handmaschinen
Stationärmaschinen-Hersteller hassen diesen Kurs: Lassen Sie sich von Tischlermeister Stefan Böning zeigen, wie Sie wunderbare Möbel mit Handmaschinen bauen können. Dabei nimmt er sie von Beginn an auf die Reise mit: Welche Materialien kommen in Betracht, wenn Sie nur mit handgeführten Maschinen arbeiten (mehr, als man denkt!), auf welche Verbindungsarten sollten Sie in der Entwurfsphase setzen, welche Maschinen sollten zur Hand sein (weniger, als man denkt!).
Und dann? Geht´s ans Holz! Lassen Sie sich von Stefan zeigen, wie die Maschinen perfekt und gekonnt eingesetzt werden. Tauchsäge, Oberfräse, Schleifmaschinen – so gut wie alles, was in diesem Kurs auf die Werkbank kommt, dürfte Ihnen aus Ihrer Werkstatt bekannt vorkommen. Aber einfache Mittel machen keine einfachen Ergebnisse: Falzen, Profile, Lochreihen, Beschläge, Kanten veredeln, Massivholz fein schleifen – hier wird keine Herausforderung ausgelassen. Mit den Kenntnissen aus diesem Kurs bauen Sie Möbel, bei denen man nicht erkennen kann, ob ein großer Maschinenpark zur Verfügung stand – oder ein Holzwerker aktiv war, der sich nach einem Kurs in Landshut eben richtig gut mit seinen Handmaschinen auskennt.

Stefan Böning

Besser arbeiten mit der Tischkreissäge
Sie ist wohl die unangefochtene Königin der Werkstatt: die Tischkreissäge. Dabei ist sägen aber nicht gleich sägen: Je nach Schnittsituation und Material müssen Sie Sägeblatt, Zubehör, Vorschub, Sägehöhe und weitere Faktoren perfekt aufeinander abstimmen. Nur so wird aus einem normalen 08/15-Schnitt eine echter, ausrissfreier „Sahneschnitt“.
Stefan Böning ist als Tischlermeister schon lange in dieser Liga der perfekten Schnitte unterwegs. In diesem Kurs teilt er sein Wissen mit Ihnen. Lernen Sie, wie man Längs-, Abläng- und Gehrungsschnitte problemlos und sicher in der jeweils erforderlichen Qualität meistern kann. Erfahren Sie, welche Blätter den Unterschied machen – und wie Sie sogar außergewöhnliche Materialien wie Acrylglas sauber trennen. Lassen Sie sich davon überraschen, welche Sonderschnitte mit der Tischkreissäge umsetzbar sind. Und kernen Sie außerdem kleine, feine Hilfsmittel kennen, die aus kleine, transportablen Tischkreissäge eine vollwertige Maschine machen. Und damit bei all dem nichts schief geht, geht Stefan geht in diesem Kurs natürlich auch auf alle wichtigen Aspekte zum Thema Arbeitsschutz ein – sowohl an als auch vor der Maschine. Denn mit den richtigen Handgriffen und Arbeitsabläufen ist die Königin der Werkstatt für überraschend viele Arbeitsschritte eine sichere und wertvolle Begleiterin.


Dorian Bracht

Wilde Zinken
Zinken sind immer noch die Königsdisziplin des Holz-Handwerks. Aber wer sagt denn, dass Könige nicht auch ein bisschen verrückt sein dürfen? Mit der „Mizu Gumi“ stellt Dorian Bracht in diesem Kurs den Bau einer Zierzinken-Verbindung vor, zu der das Prädikat „exzentrisch“ auf jeden Fall absolut passt. Eine Verbindung, die auf den ersten Blick unmöglich scheint und ein Hingucker ist, der jedes simple Werkstück ganz schön aufwerten kann.
Als ausgewiesener Verbindungsexperte zeigt Dorian Schritt für Schritt, wie diese Verbindung entsteht. Vom Ausrichten und Anreißen über die richtige Reihenfolge beim Sägen und Stemmen bis hin zum behutsamen Einpassen. Außer zeigt der Berliner Tischler, wie die „Mizu Gumi“ zusammengebaut mit nur ein paar Hobelstrichen ihr Aussehen verändert. Aber keine Sorge: Hier kommen keine exotischen, japanischen Handwerkzeuge zum Einsatz, die hierzulande fast niemand hat. Die Verbindung entsteht mit den Möglichkeiten, die in jeder Holzwerkstatt zur Verfügung stehen. Nach diesen 90 Minuten ist man auf jeden Fall gewappnet, auch in der eigenen Werkstatt etwas royale Extravaganz ins Holz zu bringen!


Dorian Bracht

Richtig Messen und Anreißen
Wenn Sie jemanden davon erzählen, wie Sie Möbel und andere Projekte bauen – erzählen Sie dann irgendwas vom Anzeichnen? Hobeln, sägen, stemmen, schneiden. Späne fliegen lassen, Krach machen, Formen schaffen. Das ist Holzwerken. Und das Anreißen? Ach ja, stimmt, das gibt es auch noch. Das mache ich fix irgendwann ganz am Anfang. Aber dann! Die Säge, der Hobel…
Stop! Wenn das Messen und Anreißen für Sie nur eine lästige Pflichtübung ist, sollten Sie diesen Kurs ins Auge fassen: Dorian Bracht zeigt, wie Sie die wichtigsten Messwerkzeuge perfekt einsetzen. Er erklärt typische Messfehler und teilt mit Ihnen seine Strategien, um diese zu vermeiden. Und noch wichtiger: In diesem Kurs wird klar, dass Ausmessen und Anreißen nicht einfach nur das Ablesen und Übertragen von Zahlenreihen ist. Sondern hier die mitunter wichtigsten Entscheidungen getroffen werden, wie sich die Bauteile später zu einem Großen, Ganzen zusammenfügen.
Lassen Sie sich in diesem Kurs von dem Spezialisten für allergenaueste Holzarbeiten zeigen, wie Sie in Ihrer Werkstatt die wichtigen erste Projekt-Schritte zu einem absolut makellosen und spaltfreien Möbel angehen.


Melanie Kirchlechner
Öl, Wachs, Hartöl – oder was?
Holz mit Öl, Wachs und Hartölwachs einzulassen ist nicht nur Mode, sondern schützt und wertet den Werkstoff auf vielfältige Art und Weise auf.
In der Werkstatt steht man dabei aber oft vor der Gretchenfrage: Was nutze ich denn überhaupt wofür? Ist Öl gleich Öl? Wachs gleich Wachs? Was macht ein Arbeitsplattenöl so anders als Hartöl? Und ist das nicht sowieso nach ein paar Wochen wieder weg – verflüchtigt, geschmolzen, abgegriffen?
In diesem Kurs lernen Sie die Antworten kennen – und zwar von einer Expertin, die all die verschiedenen Oberflächenmittel bei ihrer Arbeit als Tischlerin und Restauratorin in den unterschiedlichsten Situationen einsetzt: Kursleiterin und HolzWerken-Autorin Melanie Kirchlechner zeigt Ihnen, wann und wo Sie auf Öl oder Wachs setzen sollten. Der Vergleich des Effekts auf der Oberfläche wird in diesem Kurs in vielen praktischen Beispielen sichtbar.


Melanie Kirchlechner

Schellack als Schnelllack!
Knalliges Rot, warmes Gelb, beruhigendes Blau: Farbige Beizen und Öle können das Erscheinungsbild des Holzes komplett verändern. Aber „Gebinde auf und los“ ist keine gute Strategie: Unterschiedliche Hölzer nehmen die Mittel anders auf. Ein Deko-Objekt muss ganz anders behandelt werden als der viel genutzte Küchentisch. Die Kombination verschiedener Techniken und Mittel schafft überraschende Effekte. Nur: Selber experimentieren, was gut aussieht, ist so eine Sache – und das gerade fertig gebaute Möbelstück soll ja kein Versuchsfeld werden.
Wie gut, wenn man jemanden kennt, der diese Herausforderungen schon gemeistert hat: Restauratorin und Tischlerin Melanie Kirchlechner zeigt Ihnen in diesem Kurs an praktischen Beispielen, wie Sie diese farbigen Oberflächenmittel einsetzen sollten. Und es bleibt – im doppelten Sinne – dabei nicht bei der grauen Theorie: Sie sehen direkt und live vor Ort, wie sich das Holz unter Melanies Händen verwandelt. Nach den 90 Minuten werden Sie sich leichter für die passende farbige Behandlung Ihrer Holzprojekte entscheiden. Und wir sind uns sicher: In Ihrer Werkstatt wird es nach diesem Wochenende bunter zugehen!


Manne Krause

Schnell, effizient, scharf: Schärfen wie ein Tischler
Natürlich muss Werkzeug richtig scharf sein. Bei aller Freude an einer perfekt geschärften Schneide an Hobel-, Stecheisen und Co. sollte aber die eigentliche Arbeit mit dem Holz nicht in den Hintergrund treten. Wie schafft man es, seine Werkzeuge scharf und einsatzfähig zu halten ohne den Arbeitsfluss andauernd zu unterbrechen?
Doch wieder weg vom meditativen Nassschliff hin zum klassischen Schleifbock? Oder doch eher ein Langsamläufer? Und wenn ich doch beim Handschliff bleibe: Was geht am schnellsten? Wasserstein? Diamantplatten? Hilft mir eine Schärfführung, um schneller ans Ziel zu kommen?
Fragen über Fragen – und Tischlermeister Manne Krause zeigt in diesem Kurs den perfekten Mittelweg zwischen perfekter Schärfe und kurzer Schärfzeit. Als Betreiber einer professionellen Tischlerei greift er auf jahrzehntelange Erfahrung zurück, was effizientes Schärfen angeht. Er beleuchtet er die verschiedenen Systeme und die verschiedenen Werkzeuge. Und zeigt Ihnen, wie man es schafft, beim Holz zu bleiben und sich nicht in der Metallurgie verliert. Scharfes Werkzeug ist keine Hexerei!


Manne Krause

Vorrichtungen für die Oberfräse: Kreise, Ringe, Löcher!
Mit der Oberfräse können Sie millimetergenaue, kreisrunde Teile herstellen. Räder für das Spielzeugauto, exakt gerundete Ecken, Drehteller oder Löcher für Kabeldurchgangsbuchsen im neuen Möbelstück.
Aber wie genau führt man die Oberfräse ganz exakt kreisförmig? Zubehörteile wie ein Stangenzirkel kommen da zuerst in den Sinn. Aber was ist, wenn man keinen Fixpunkt für dessen Mittelpunkt hat, wenn der Radius zu klein wird, kein Platz für den Bogenschlag ist? Hier kommen selbst gebaute Vorrichtungen ins Spiel: Sie erweitern, ermöglichen und erleichtern die Herstellung der runden Sachen.
Tischlermeister Manne Krause stellt diese Vorrichtungen in seinem Kurs vor – von Einsatzmöglichkeiten in Möbelprojekten bis hin zum anspruchsvollen Vorrichtungsbau zum Beispiel für Formverleimungen. Und in den 90 Minuten geht es nicht nur um schön geschwungene Rundungen – sondern Sie haben als Teilnehmer anschließend auch ein tiefes Verständnis vom Einsatz der richtigen Anlaufringen, Bündigfräser und Kopierhülsen. Das hilft dann sogar auch noch beim Geradeaus-Fräsen.


Dominik Ricker
Die Bandsäge: Perfekte Einstellung, ideale Schnitte
Ob feine Kurvenschnitte oder Auftrennen von Bohlen: Die Bandsäge verspricht vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Der Schnitt kann mit dem richtigen Band (fast) beliebig fein in seiner Richtung geführt werden, Rückschläge oder ähnliche Risiken sind eigentlich ausgeschlossen. Die perfekte Maschine, könnte man meinen. Trotzdem bekommt dieser Tischlerei-Klassiker oft Flüche zu hören: Nie wird auch nur ein Schnitt gerade!
Dominik Ricker ist aber ein großer Fan der Bandsäge. Der Grund ist einfach: Der gelernte Tischler beherrscht seine Maschine perfekt. Er kennt die Stellschrauben, an denen gedreht werden muss (im wahrsten Sinne des Wortes). Er weiß, welches Band in welcher Sägesituation die besten Ergebnisse liefert und wie das Holz geführt werden soll. Und jeder, der ihn in aus unserem Blog oder von seinen unzähligen Youtube-Videos kennt, hat erfahren, dass er sein Wissen nicht für sich behält, sondern auch gut und kurzweilig vermittelt. Und bei HolzWerken live nimmt er Sie mit an seine Bandsäge. Neben der vollständigen Einrichtung gibt Dominik außerdem Tipps zur Nachbearbeitung der Werkstücke und eine Kaufberatung unter Berücksichtigung von Werkstattgröße, Einsatzbereich und Budget. Nach dem Besuch dieses Kurses wird zumindest Ihr Modell keine Flüche mehr ertragen müssen – da sind wir uns sicher.

Dominik Ricker

Schwungvolle Möbel – Holz biegen
Möbel mit Schwung haben einen besonderen Reiz – aber auch ihre Tücken. Man muss schon etwas anders denken und planen als bei geradlinigen Projekten. Erfahren Sie deshalb von unserem Biege-Experten Dominik Ricker, wie auch Sie elegant beim Möbelbau um die Kurve kommen.
Egal ob Dampfbiegen, Formverleimung oder die Verarbeitung von biegbaren Plattenwerkstoffen: In diesem Kurs erfahren Sie, welche Technik Sie wann einsetzen können und welche Vor- und Nachteile es gibt. Lernen Sie die Herstellung der Biegeformen kennen, erfahren Sie, welche Leime und Kleber geeignet sind und welche Presstechniken Sie anwenden sollten. Damit später auch in Ihrer Werkstatt nichts mehr knackt, gibt es dabei einen kleinen Einblick in die Holzanatomie: Welche Rolle spielt das Lignin, wie sieht eine Faserstauchung aus und wo liegen die Grenzen der Biegsamkeit? Mit dem Wissen aus diesem Kurs können auch Sie in Zukunft die originellsten Formen in Ihre Möbel einfließen lassen, weit jenseits gerader Linien und rechter Winkel.


Hauke Schmidt

Aufs Gratewohl
Dominos? Lamellos? Holzdübel? Pah – wer Gratverbindungen herstellen kann, kann solche Verbinder in die hinterste Werkstattecke verbannen. Das recht einfache Prinzip der Klemmung von zwei Holzteilen ist eine jahrhundertealte und immer noch bewährte Technik. Die Gratung ist mit dem richtigen Wissen schnell herzustellen, stabil, winkelsteif und lösbar. Das kann keine andere Verbindung.
Viele Holzwerker haben allerdings gehörig Respekt vor ihr – immerhin müssen beide Teile der Gratung perfekt zusammenpassen. Und dann soll sie sich auch noch verjüngen, damit sie richtig klemmt! Aber keine Sorge: Hauke Schmidt, Tischlermeister und bekennender Holz-Purist, zeigt Ihnen in diesem Kurs, wie Ihnen die Gratung in Ihrer Werkstatt gelingt. Und das gleich auf verschiedenen Wegen. Und da Hauke praktischerweise auch noch Design-Experte ist, erfahren Sie außerdem, wo diese Verbindungen an Ihren Möbeln so richtig gut aussehen. Wir sind uns sicher: Die Tradition der Gratverbindungen wird nach diesem Kurs noch mehr Fans haben.

Hauke Schmidt

Bringt das Holz um die Ecke: Perfekte Gehrungen
Wäre die Arbeit mit Holz doch nur so einfach wie die Mathematik: Zwei 45°-Winkel ergeben da immer einen rechten Winkel. Wer sich schon einmal an Gehrungen versucht hat, weiß aber: In der Praxis sieht es oft anders aus. Da tun sich Lücken auf, da werden Rahmen schief: Zwei 45°-Winkel im Holz ergeben oft keinen rechten Winkel.
Hauke Schmitt kennt das Problem. Aber eher vom Hörensagen. Denn der Kölner Tischlermeister kennt Mittel und Wege, Gehrungen ihren Schrecken zu nehmen. Und in diesem Kurs zeigt er, wie er vorgeht – und zwar mit Werkzeugen und Hilfsmitteln, die jeder kennt. Das fängt bei der Materialauswahl an, geht über perfekte Schnitte, die richtige Verbindung mit und ohne Feder, den gestalterischen Einsatz von Gehrungen – und den Umgang mit kleinen Wacklern, wenn einmal doch nicht alles perfekt läuft.
Und damit die perfekte Gehrung dann auch richtig in Szene gesetzt wird und nicht einfach nur als Leimfuge ein tristes Dasein fristet, setzt Hauke in diesem Kurs noch einen drauf: Falsche Zinken erzeugen bei Bedarf die Illusion einer komplexen Verbindung. Denn wenn die Gehrung schon absolut sauber gelungen ist, darf sie ruhig auch die Blicke auf sich ziehen.

